Kläranlagen

Mit den vier biologisch-mechanischen Klärwerken in Artern, Bad Frankenhausen, Donndorf und Roßleben sowie einer Vielzahl weiterer Bauwerke, wie Regenrückhaltebecken und Pumpwerken, sichern wir eine ordnungsgemäße, moderne Abwasserentsorgung.

So wird aus Abwasser wieder Wasser und die Umwelt deutlich entlastet. Unser Labor überwacht die Kanalnetze, die Teilortskanalisationen und begleitet mit regelmäßigen Kontrollen den Betrieb der kommunalen Kläranlagen.

Die Kläranlage Artern wurde Anfang der 1970er Jahre zunächst als mechanische Reinigungsstufe für eine Endausbaustufe von 16.000 Einwohnerwerten (EW) errichtet. Sie bestand aus zwei Pumpwerken, Rechenanlage, Sandfang, Absetzbecken und einem offenen Erdfaulbecken. Ein Regenüberlaufbauwerk existierte nicht.

Die Altanlage entsprach in den Ablaufwerten, der optimalen Fahrweise und dem Energieverbrauch nicht mehr den Anforderungen des Standes der Technik. Zudem waren fast alle Anlagenteile zwischenzeitlich baulich derart verschlissen, dass eine dem Stand der Technik und den gesetzlichen Vorgaben gerecht werdende Abwasserreinigung nur durch einen Ersatzneubau der Kläranlage möglich wurde.

Unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung wurde die Anlage auf 11.000 EW ausgelegt. Die Anlage wurde am 14.10.2011 abgenommen. Die Kosten für den Neubau beliefen sich auf 9,3 Millionen Euro, davon wurden 4,2 Millionen durch Fördermittel des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz aufgebracht.

Die Ableitung der gereinigten Abwässer erfolgt nun in die leistungsfähigere Vorflut der Unstrut und nicht mehr in den Kyffhäuserbach.

Die Kläranlage in Bad Frankenhausen wurde im November 2000 abgenommen. Der Spatenstich erfolgte am 21.09.1999. Die Kosten beliefen sich auf 11,7 Millionen DM. Das Land Thüringen förderte den Bau mit 6,3 Millionen DM. Es handelt sich um eine vollbiologische Anlage. Sie ist für bis zu 13.000 Einwohner ausgelegt.

Die Altanlage der Kläranlage für Roßleben wurde 1967 für 500 Einwohnerwerte (EW) errichtet. Am 12.12.2003 wurde die heutige Anlage in Betrieb genommen. Sie ist ausgelegt für 7.000 EW. Die Kosten für den Neubau betrugen 3 Millionen Euro, wobei 2 Millionen durch Fördermittel das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt bereitgestellt wurden.

Die Kläranlage in Donndorf ist die kleinste im Verbandsgebiet und auf 1180 Einwohnerwerte ausgelegt. Sie ging bereits 1998 ans Netz. Investiert wurden 2,4 Millionen DM, davon waren 1,2 Millionen DM Fördermittel. Es handelt sich ebenfalls um eine vollbiologische Kläranlage mit Kombibecken und Schlammstapelbehälter, sowie einer Anlage zur Phosphorelimination.